AURO Youth

Wachstum & Fortschritt

AURO YOUTH ist eine Sektion, die speziell für junge Menschen gegründet wurde. Die Mutter sagte, dass eine neue Welt, die auf Wahrheit gegründet ist, Geburt annehmen will. Und sie ruft insbesondere die jungen Menschen auf, daran mitzuarbeiten. 


Denn den jungen Menschen gehört die Zukunft. Es sind die jungen Menschen, die die neue Welt erbauen müssen, jene, die in ihrem Denken und in ihrem Herzen frei sind, eine vollkommenere Wahrheit anzunehmen und für ein höheres Ideal zu leben, und nicht diejenigen, die den wettbewerbsorientierten Individualismus, den Kapitalismus oder den materialistischen Kommunismus als das Ideal der Zukunft akzeptieren, auch nicht diejenigen, die sich an alte religiöse Formeln klammern. Es müssen Menschen sein, die sich nicht der Vergangenheit oder der Gegenwart widmen, sondern der Zukunft. Es müssen Menschen sein, die ihr Leben der Verwirklichung der Wahrheit in sich selbst und in allen Menschen widmen, Menschen, die das Ideal einer geeinten Menschheit verwirklichen wollen. Dazu ist eine offene, aufrichtige, mutige und strebsame und wahrheitsliebende Jugend erforderlich, denn sie das einzige Fundament, auf dem die Zukunft aufgebaut werden kann.


Ab Oktober 2026 planen wir zwei kostenfreie Kurse (1 x die Woche für 1 Std.) für folgende Altersgruppen (dies ist als grobe Unterteilung zu verstehen):


  • 8 bis 18 Jahre
  • 18 bis 28 Jahre (auch älter)


Inhalt der Stunden:


1) Förderung von innerer Ruhe, Stille, Frieden und Schweigen.


Ruhe ist ein Zustand, in dem es keine Rastlosigkeit oder Unruhe gibt. Stille ist ein regloser, unbewegter Zustand, den keine Unruhe beeinträchtigen kann. Friede bringt das Gefühl einer gefestigten und harmonischen Ruhe und Befreiung mit sich. Schweigen ist ein Zustand, in dem es keine Regung des Mentals oder des Vitals gibt, vielmehr eine große Stille, die keine Oberflächenbewegung durchdringen oder verändern kann. (Sri Aurobindo)


2) Steigerung der Konzentrationskraft


Im menschlichen, oder auch im übermenschlichen Bereich, gibt es nichts, zu dem die Konzentrationskraft keinen Schlüssel bieten könnte. Mit dieser Gabe kann man der beste Sportler oder der beste Schüler sein, ein künstlerisches, literarisches oder wissenschaftliches Genie oder auch der größte Heilige. Und jeder Einzelne trägt davon einen winzigen Ansatz in sich – die Gabe an sich besitzt jeder, die Menschen pflegen sie nur nicht. (Die Mutter)


3) Achtsamkeitstraining


Das Zitat von Jiddu Krishnamurti beschreibt Achtsamkeit nicht einfach als Konzentration. Es geht um ein waches, unmittelbares Wahrnehmen dessen, was gerade geschieht.

„Achtsamkeit ist ein aufmerksames Beobachten, ein Gewahrsein, das völlig frei von Motiven oder Wünschen ist, ein Beobachten ohne jegliche Interpretation oder Verzerrung.“

Achtsamkeit bedeutet zunächst: Ich nehme wahr, was ist.
Ich beobachte meinen Körper, meine Gefühle, meine Gedanken und meine Reaktionen, ohne sie sofort zu bewerten.

Wenn zum Beispiel Ärger entsteht, geht es nicht darum, sofort zu sagen:

„Ich darf nicht ärgerlich sein.“

Sondern zunächst einfach wahrzunehmen:

„Da ist Ärger.“

Auch ein Gedanke wird nicht bekämpft. Man beobachtet, dass er auftaucht. Eine Emotion wird nicht unterdrückt. Man nimmt sie wahr. Dadurch entsteht ein kleiner innerer Abstand zwischen dem, was geschieht, und unserer unmittelbaren Reaktion darauf.


Was bedeutet „ohne Interpretation“?

Normalerweise betrachten wir die Wirklichkeit durch unsere Vorstellungen:

Das ist gut.
Das ist schlecht.
Das gefällt mir.
Das darf nicht passieren.
Der andere hat mich absichtlich verletzt.

Achtsamkeit versucht, diesen automatischen Bewertungen zunächst nicht zu folgen.

Das bedeutet nicht, dass wir nicht mehr unterscheiden oder urteilen können. Es bedeutet vielmehr, dass wir zuerst sehen und erst danach handeln.


Achtsamkeit lässt sich unmittelbar in den Alltag integrieren:

Beim Gehen spüren wir den Körper.
Beim Essen nehmen wir Geschmack und Bewegung bewusst wahr.
Im Gespräch hören wir wirklich zu, statt bereits unsere Antwort vorzubereiten.
Bei einer schwierigen Situation beobachten wir zunächst unsere innere Reaktion.

So wird Achtsamkeit zu einer Form von innerer Wachheit.


Für den Yoga im Alltag kann Achtsamkeit eine wichtige Grundlage sein. Denn solange wir unsere Gedanken, Gefühle und Impulse automatisch ausleben, erkennen wir ihre Wirkung kaum.

Durch bewusstes Beobachten entsteht die Möglichkeit, nicht jeder inneren Bewegung sofort zu folgen.

Achtsamkeit könnte deshalb in einer einfachen Formel zusammengefasst werden:

Wahrnehmen – ohne sofort zu bewerten.
Erkennen – ohne sofort zu reagieren.
Beobachten – ohne sich mit dem Beobachteten zu identifizieren.

Das Entscheidende ist dabei die Wachheit des Bewusstseins. Achtsamkeit ist nicht bloß eine Entspannungstechnik. Sie kann zu einer täglichen Übung werden, durch die wir uns selbst immer bewusster wahrnehmen und dadurch freier auf das Leben antworten können.


4) Entwicklung von Team-Geist


Teamgeist bedeutet, dass Menschen nicht nur nebeneinander, sondern miteinander wirken. Jeder bringt seine Fähigkeiten, Erfahrungen und Perspektiven ein und trägt zugleich Verantwortung für das gemeinsame Ziel.


Teamgeist bedeutet, dass Menschen nicht nur nebeneinander, sondern miteinander wirken. Jeder bringt seine eigenen Fähigkeiten, Erfahrungen und Perspektiven ein und trägt zugleich Verantwortung für das gemeinsame Ziel.


1. Gemeinsame Kräfte werden stärker

Was ein Einzelner nicht schaffen kann, gelingt oft durch das Zusammenwirken mehrerer Menschen. Unterschiedliche Fähigkeiten ergänzen sich. So entsteht eine Kraft, die über die Summe der einzelnen Beiträge hinausgehen kann.

2. Unterschiedlichkeit wird zur Stärke

In einem guten Team müssen nicht alle gleich denken oder dieselben Fähigkeiten besitzen. Gerade unterschiedliche Sichtweisen können neue Lösungen hervorbringen. Teamgeist bedeutet deshalb nicht Gleichförmigkeit, sondern Einheit in der Verschiedenheit.

3. Verantwortung wird geteilt

Wer in einem Team arbeitet, muss nicht alles allein tragen. Aufgaben und Verantwortung können verteilt werden. Das schafft Entlastung und ermöglicht jedem, seine besonderen Fähigkeiten dort einzusetzen, wo sie gebraucht werden.

4. Vertrauen und gegenseitige Unterstützung wachsen

Teamgeist schafft ein Gefühl: Ich bin nicht allein. Wenn Schwierigkeiten auftreten, können andere helfen, ermutigen und auffangen. Umgekehrt entsteht die Bereitschaft, auch selbst für andere da zu sein.

5. Konflikte können konstruktiv werden

Wo Menschen zusammenarbeiten, entstehen zwangsläufig unterschiedliche Meinungen. Teamgeist bedeutet nicht, Konflikte zu vermeiden. Er hilft vielmehr, die persönliche Auseinandersetzung hinter die gemeinsame Aufgabe zurücktreten zu lassen.

Die Frage lautet dann weniger:

„Wer hat recht?“

sondern:

„Was dient unserem gemeinsamen Ziel?“

6. Motivation und Freude nehmen zu

Gemeinsam etwas aufzubauen, kann eine besondere Freude schenken. Man erlebt nicht nur den eigenen Fortschritt, sondern auch den Fortschritt der anderen. Ein gemeinsamer Weg kann dadurch inspirierender sein als ein rein individuelles Bemühen.

7. Das Ganze steht über dem persönlichen Ego

Der tiefste Vorzug von Teamgeist liegt vielleicht darin, dass der Mensch lernt, nicht immer nur vom eigenen Standpunkt auszugehen. Er lernt zuzuhören, sich einzubringen, aber auch zurückzutreten, wenn es dem Ganzen dient.

Gerade hier kann Teamgeist auch für den Yoga im Alltag eine wichtige Bedeutung bekommen. Zusammenarbeit wird dann zu einer Übung in Selbstüberwindung: Wir lernen, unsere persönlichen Vorstellungen, Erwartungen und Ansprüche nicht zum Mittelpunkt zu machen.

Teamgeist heißt dann nicht:

„Was kann ich aus dem Team bekommen?“

sondern zunehmend:

„Was kann ich zum gemeinsamen Werk beitragen?“

So kann aus einer Gruppe von Menschen allmählich eine Gemeinschaft mit einem gemeinsamen Bewusstsein und einer gemeinsamen Ausrichtung entstehen.


5) Geführte Meditation


Eine geführte Meditation ist eine Meditation, bei der eine andere Person die Meditierenden mit ruhigen Worten durch einzelne Schritte der inneren Sammlung führt. Die Stimme gibt Orientierung, während der Meditierende selbst die Erfahrung macht.

Im Unterschied zur stillen Meditation muss man nicht von Anfang an wissen, wie man meditieren soll. Die Anleitung kann helfen, zur Ruhe zu kommen, die Aufmerksamkeit zu sammeln und sich nach innen zu wenden.


Eine geführte Meditation kann beispielsweise folgende Bewegungen enthalten:

  1. Ankommen
    Der Körper wird bewusst wahrgenommen. Äußere Aktivitäten dürfen allmählich in den Hintergrund treten.
  2. Beruhigung
    Der Atem wird beobachtet. Gedanken müssen nicht bekämpft werden. Man lässt sie kommen und wieder weiterziehen.
  3. Sammlung
    Die Aufmerksamkeit wird auf einen bestimmten inneren Bezug gelenkt – etwa auf das Herz, das Licht, die Stille oder eine Aspiration.
  4. Innere Öffnung
    Die Führung kann dazu einladen, sich für etwas Höheres zu öffnen: für Frieden, Licht, Liebe, Kraft oder die Gegenwart des Göttlichen.
  5. Stille
    Schließlich wird die sprachliche Führung immer weniger wichtig. Es entsteht Raum für die eigene unmittelbare Erfahrung.
  6. Rückkehr
    Am Ende wird die Aufmerksamkeit behutsam wieder auf den Körper und die äußere Umgebung gelenkt.


Eine geführte Meditation kann besonders hilfreich sein, wenn jemand noch wenig Meditationserfahrung besitzt oder Schwierigkeiten hat, die Aufmerksamkeit zu sammeln.

Sie kann:

  • den Einstieg in die Meditation erleichtern,
  • innere Unruhe vermindern,
  • die Konzentration fördern,
  • eine bestimmte innere Haltung unterstützen,
  • eine gemeinsame Atmosphäre der Sammlung schaffen,
  • helfen, regelmäßig zu meditieren.

Besonders in einer Gruppe kann eine geführte Meditation einen gemeinsamen inneren Raum entstehen lassen.



Im Integralen Yoga sollte Meditation jedoch nicht einfach mit einer bestimmten Technik gleichgesetzt werden. Sri Aurobindo und die Mutter betonen unterschiedliche Formen der inneren Sammlung, der Aspiration und der Öffnung.

Eine geführte Meditation kann deshalb eher als Unterstützung verstanden werden. Die Worte des Führenden sollen nicht die eigene innere Erfahrung ersetzen. Sie können lediglich eine Richtung weisen.

Das Ziel ist nicht, möglichst viele Gedanken „wegzubekommen“. Vielmehr kann sich eine tiefere Bewegung entwickeln:

vom äußeren Lärm zur inneren Stille,
von der Zerstreuung zur Sammlung,
vom persönlichen Wollen zur Öffnung,
von der Unruhe zur Gegenwart.

Mit zunehmender Erfahrung kann die äußere Führung immer weniger notwendig werden. Dann wird die innere Führung wichtiger.

Gerade für den Yoga im Alltag ist das bedeutsam: Eine Meditation endet nicht unbedingt mit dem Öffnen der Augen. Die innere Haltung kann in die Arbeit, in Begegnungen, in Entscheidungen und in die täglichen Aufgaben mitgenommen werden.

Geführte Meditation kann somit eine Brücke sein – von der äußeren Sammlung zur inneren Erfahrung und von der Meditation zum bewussten Leben.


6) Sport und Übungen zur Beherrschung des Körpers (Asana)


Für die Mutter ist der Körper kein nebensächlicher Teil des spirituellen Lebens. Körpererziehung gehört zur ganzheitlichen Entwicklung des Menschen. Der Körper soll gesund, stark, beweglich und bewusst werden, damit er dem inneren Leben besser dienen kann.

Die Mutter betont, dass körperliche Erziehung nicht nur der Entwicklung von Muskeln oder sportlichen Leistungen dient. Sie soll Kraft, Ausdauer, Gleichgewicht, Beweglichkeit und Selbstbeherrschung entwickeln.

Ein wichtiger Gedanke der Mutter lautet sinngemäß: Der Körper soll lernen, ein gutes Instrument für das höhere Bewusstsein zu sein.

Sport kann deshalb mehr sein als körperliche Betätigung. Er kann eine Schule für Disziplin, Ausdauer, Konzentration, Willenskraft und Selbstüberwindung werden.


Interesse? Schreibe einfach eine Email.

auro.youth@sriaurobindo.center


Nicht die Zahl der Jahre, die du gelebt hast, macht dich alt. Du wirst alt, wenn du aufhörst voranzugehen.


Sobald du denkst, du hast geleistet, was zu leisten war, sobald du denkst, du weißt, was du wissen solltest, sobald du niedersitzen willst, um die Erfolge deiner Mühen zu genießen, mit dem Gefühl, dass du im Leben genug gearbeitet hast, dann wirst du sofort alt und der Abstieg beginnt.


Bist du dagegen überzeugt, dass das, was du weißt, nichts ist im Vergleich zu all dem, was noch zu erkennen bleibt, hast du das Gefühl, dass das, was du geleistet hast, nur gerade der Ausgangspunkt des noch zu Leistenden ist, siehst du die Zukunft wie eine anziehende, verlockende Sonne mit den Strahlen unzähliger noch zu erreichender Möglichkeiten, dann bist du jung und magst du noch so viele Jahre auf Erden gelebt haben, jung und reich mit all den Verwirklichungen von morgen.


Und wenn du nicht willst, dass dich dein Körper im Stich lässt, vermeide es, deine Energien in nutzloser Aufregung und Unruhe zu verschwenden. Was du tust, das tue ruhig, gelassen und ausgeglichen. In Frieden und Stille liegt die größte Stärke. (Die Mutter (Bulletin, 21. 2. 1968)

Die Definition der Jugend: Man kann sagen, dass sie ein ständiges Wachstum und ein ständiger Fortschritt ist. Ein Wachstum der Fähigkeiten, der Möglichkeiten, des Aktionsradius, der Erweiterung des Bewusstseins und ein Fortschritt in der Verwirklichung von Einzelheiten. (Die Mutter)

Was ist Sri Aurobindos Aufruf an die Jugend?



Im Lichte des supramentalen Bewusstseins Baumeister einer besseren Zukunft zu werden. (Die Mutter)

„Der Jugend gehört die Zukunft. Es ist eine junge und neue Welt, die sich jetzt entwickelt, und es ist die Jugend, die sie schaffen muss. Aber es ist auch eine Welt der Wahrheit, des Mutes, der Gerechtigkeit, des edlen Strebens und der geradlinigen Erfüllung, die wir schaffen wollen. In der Zukunft dieser Bewegung ist kein Platz für den Feigling, für den Egoisten, für den Schwätzer, der zuerst vorprescht und dann seine Mitmenschen im Stich lässt. Eine tapfere, offene, aufrichtige, mutige und strebsame Jugend ist das einzige Fundament, auf dem die ... Zukunft aufgebaut werden kann.“

Sri Aurobindo

„Jung sein bedeutet, in der Zukunft für die Zukunft zu leben. Jung zu sein bedeutet, immer bereit zu sein, das, was man ist, aufzugeben, um das zu werden, was man sein sollte…


Und vor allem:


Jung sein heißt, niemals das Unwiederbringliche zu akzeptieren.“

Die Mutter

The Spirit shall look out through Matter’s gaze

And Matter shall reveal the Spirit’s face.


Sri Aurobindo